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Was ist RSG
| Aus der modernen rhythmischen Gymnastik und aus
der künstlerischen Gymnastik (Ballettbasis), die im Osten Europas betrieben
wird, hat sich in den 60er Jahren eine Leistungsdisziplin entwickelt, die
hervorragend geeignet ist, den Wünschen junger Mädchen nach sportlich wie
musisch anspruchsvoller Betätigung nachzukommen, und die sich überall auf der
Welt zunehmender Beliebtheit und wachsender Popularität erfreut. Über 30 der
angeschlossenen Feracion Internacional Gymnastique Länder befassen sich seit dem
ersten Weltmeisterschaftsversuch (1963 Budapest) wettkampfmäßig mit der
Gymnastik, die inzwischen in ihren sportlich-artistischen Anforderungen dem
Kunstturnen durchaus vergleichbar ist und seit Los Angeles 1984 olympische
Disziplin ist. |
| Eine Reihe guter Erfahrungen bei der Ausbildung
von Mädchen im Schulalter hat sich auch im Turngau Münsterland in den 60er
Jahren durchgesetzt. Zu nennen sind aus den ersten Jahren der TV Jahn Oelde mit
der Gaugymnastikwartin Marianne Grohall, der VfL Hüls mit Irmgard Kloos, die
Turngemeinde Münster mit Erika Brink und Irmi Gasche, der TV Ibbenbüren mit
Margret Thalmann, der TV Germania Hüllen mit Beatrix Junghans. Seit den 80er
Jahren vertreten noch drei Vereine den Turngau Münsterland bei Landes- und
Bundesmeisterschaften. Unter der Leitung der Gaufachwartin Erika Brink sind
dieses die Turngemeinde Münster mit Martina Brink, der Turnverein Recklinghausen
mit Gaby Kranz und der Turnverein Mesum mit Birgit van Berkel mit ihren
Trainerinnen und Helferinnen. |
| Das körperliche Training muss Rücksicht nehmen
auf das körperliche Leistungsvermögen im Kindesalter. Der Wettkampf soll Freude
bereiten, das gesamte Training muss sich durch fachliches und pädagogisches
Vermögen der Trainerinnen in die Erziehung der jungen Menschen einordnen. Die
selbständige Entscheidungsfähigkeit des Jugendlichen wird anerkannt. Die
explosionsartige Leistungsentwicklung in der Rhythmischen Sportgymnastik
verlangt von den heutigen Gymnastinnen bereits mit 7 Jahren ein regelmäßiges
Training (mindestens zweimal in der Woche und Ballett) und die Teilnahme an
Wettkämpfen. Dieser frühe Beginn hat auch zur Folge, dass die Gymnastinnen ihre
aktive Wettkampfteilnahme schon im Jugendalter beenden. Erfreulich ist es dann,
wenn sie als Nachwuchstrainerinnen in ihrem Verein mitarbeiten. |
| Es würde zu weit führen, Einzelheiten und
Placierungen bei Meisterschaften aufzuführen. Doch wäre dieser Bericht
unvollständig, wenn nicht zum Ausdruck käme, dass die sportlichen Kinder- und
Jugenderinnerungen zu bleibenden Erinnerungen werden. Dieses soll mit den Worten
einer inzwischen „jungen Frau“ an ihre ehemalige Trainerin geschehen: „Manchmal
war das Training schwer, doch das störte uns nicht sehr. Denn nach harter
Wettkampfzeit kam die schöne „Vorführzeit“. Nicht nur Leistung war Dein Ziel,
menschlich gabst Du uns sehr viel. Wenn Du hast ein Fest gemacht, dann haben wir
sehr viel gelacht!“ |
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