Turngau Münsterland e.V.                                  

 

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Was ist RSG     Rhythmische Sportgymnastik

 

Aktuelles

 

TG Münster und TV Borken teilen sich die Titel

Gaumeisterschaften 2011 in der Rhythmischen Sportgymnastik

Am 12. Februar ermittelten die Sportgymnastinnen des Turngaus Münsterland in Münster nicht nur ihre Gaumeisterinnen 2011, sondern für die 22 Einzelgymnastinnen und 4 Gruppen ging es außerdem darum, sich für die Westfälischen Meisterschaften Anfang März in Bochum zu qualifizieren. Virtuos präsentierten die Mädchen im Alter von 7 bis 19 Jahren ihre Übungen mit den Handgeräten Seil, Reifen, Ball, Keulen und Band dem strengen Kampfgericht und den zahlreich erschienenen Zuschauern.

   

Eleganz mit dem Ball

Foto: © Manuela Sehmisch-Bartel    

 

Virtuosität mit dem Band

Foto:© Manuela Sehmisch-Bartel 

 

Den Anfang machten die Jüngsten mit ihren Küren ohne Handgerät, bei denen die 8-jährige Christine Tandilashvili (TG Münster) mit ihrer Ausdruckstärke begeisterte und sich überlegen den Sieg vor ihrer Vereinskollegin Julia Beck sicherte. Auch im Kürzweikampf (ohne Handgerät und Reifen) der 9-Jährigen und im Kürdreikampf (ohne Handgerät, Reifen, Band) der 10-Jährigen ging der Titel jeweils nach Münster, und zwar an Neele Janßen und Emilie Beck.

Im Kürdreikampf der Schülerwettkampfklasse 10-12 machte der TV Borken die Podiumsplätze unter sich aus. Tais Pennisi sammelte dabei mit ihren schwungvollen Übungen ohne Handgerät, mit dem Reifen und mit dem Seil die meisten Punkte und gewann vor Lili Lenz und Zoe Klinger. Selina Schemmelmann (TG Münster) bestach in der Juniorenwettkampfklasse 13-15 nicht nur mit ihrer Eleganz, sondern vor allem auch mit ihrer Sicherheit und Perfektion bei ihren Vorträgen mit dem Reifen, den Keulen und dem Band. Die weiteren Medaillenränge belegten ihre Vereinskameradinnen Clarissa Eichwald und Paula Giesler. Im Kürdreikampf (Reifen, Ball, Band) der Freien Wetkampfklasse ab 16 Jahren setzte sich die Favoritin Sophie Nowak (TV Borken) klar vor Angelika Döring (TG Münster) durch.

Den Höhepunkt des Tages bildeten die Gruppenwettkämpfe mit Reifen (10-12 Jahre) und Keulen (15 Jahre und älter). Dabei faszinierten die Gymnastinnen nicht nur mit ihren risikoreichen Würfen, sondern vor allem auch mit originellen Choreographien und vielen neuen Ideen. Gold sicherte sich in beiden Altersklassen der TV Borken, Silber ging jeweils an die TG Münster.

 

Martina Brink 

Teilnehmerinnen der JWK und FWK

Foto: © Klaus Bruckmann

 

 

Was ist RSG

Aus der modernen rhythmischen Gymnastik und aus der künstlerischen Gymnastik (Ballettbasis), die im Osten Europas betrieben wird, hat sich in den 60er Jahren eine Leistungsdisziplin entwickelt, die hervorragend geeignet ist, den Wünschen junger Mädchen nach sportlich wie musisch anspruchsvoller Betätigung nachzukommen, und die sich überall auf der Welt zunehmender Beliebtheit und wachsender Popularität erfreut. Über 30 der angeschlossenen Feracion Internacional Gymnastique Länder befassen sich seit dem ersten Weltmeisterschaftsversuch (1963 Budapest) wettkampfmäßig mit der Gymnastik, die inzwischen in ihren sportlich-artistischen Anforderungen dem Kunstturnen durchaus vergleichbar ist und seit Los Angeles 1984 olympische Disziplin ist.

 

Eine Reihe guter Erfahrungen bei der Ausbildung von Mädchen im Schulalter hat sich auch im Turngau Münsterland in den 60er Jahren durchgesetzt. Zu nennen sind aus den ersten Jahren der TV Jahn Oelde mit der Gaugymnastikwartin Marianne Grohall, der VfL Hüls mit Irmgard Kloos, die Turngemeinde Münster mit Erika Brink und Irmi Gasche, der TV Ibbenbüren mit Margret Thalmann, der TV Germania Hüllen mit Beatrix Junghans. Seit den 80er Jahren vertreten noch drei Vereine den Turngau Münsterland bei Landes- und Bundesmeisterschaften. Unter der Leitung der Gaufachwartin Erika Brink sind dieses die Turngemeinde Münster mit Martina Brink, der Turnverein Recklinghausen mit Gaby Kranz und der Turnverein Mesum mit Birgit van Berkel mit ihren Trainerinnen und Helferinnen.
 

Das körperliche Training muss Rücksicht nehmen auf das körperliche Leistungsvermögen im Kindesalter. Der Wettkampf soll Freude bereiten, das gesamte Training muss sich durch fachliches und pädagogisches Vermögen der Trainerinnen in die Erziehung der jungen Menschen einordnen. Die selbständige Entscheidungsfähigkeit des Jugendlichen wird anerkannt. Die explosionsartige Leistungsentwicklung in der Rhythmischen Sportgymnastik verlangt von den heutigen Gymnastinnen bereits mit 7 Jahren ein regelmäßiges Training (mindestens zweimal in der Woche und Ballett) und die Teilnahme an Wettkämpfen. Dieser frühe Beginn hat auch zur Folge, dass die Gymnastinnen ihre aktive Wettkampfteilnahme schon im Jugendalter beenden. Erfreulich ist es dann, wenn sie als Nachwuchstrainerinnen in ihrem Verein mitarbeiten.

 

Es würde zu weit führen, Einzelheiten und Placierungen bei Meisterschaften aufzuführen. Doch wäre dieser Bericht unvollständig, wenn nicht zum Ausdruck käme, dass die sportlichen Kinder- und Jugenderinnerungen zu bleibenden Erinnerungen werden. Dieses soll mit den Worten einer inzwischen „jungen Frau“ an ihre ehemalige Trainerin geschehen: „Manchmal war das Training schwer, doch das störte uns nicht sehr. Denn nach harter Wettkampfzeit kam die schöne „Vorführzeit“. Nicht nur Leistung war Dein Ziel, menschlich gabst Du uns sehr viel. Wenn Du hast ein Fest gemacht, dann haben wir sehr viel gelacht!“

 

 

 

 

 

 

 

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