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Gruppenhelferlehrgang (12.-14.04.2003) Gelsenkirchen
Die Ankunft war angesetzt zwischen 8:30 und 9:00 Uhr. Und es waren sogar
alle da. Nun gut, man wusste zwar nicht genau wo man hin sollte und so
standen die anderen Teilnehmer etwas hilflos draußen vor unserem Quartier,
dem Haus Heege in Gelsenkirchen Buer, als meine Freundin und ich ankamen.
Wir hatten allerdings das Glück von Gerda Krell vom Bahnhof abgeholt zu
werden. Unser Referent Gordon Reisner war schon bereits inm Gebäude und
freute sich uns zu sehen. Dann kam aber bereits die erste schwere Aufgabe.
Wir mussten unseren Gruppenraum, den Raum 26, suchen. Doch das hatten wir
schnell gemeistert.
Wir saßen dann alle im Raum an den Tischen und begutachteten uns erst mal.
Wie wir feststellten, bestand unsere Gruppe aus zwei Jungen und siebzehn
Mädels. Nachdem dann auch Melanie Nowitzki, unsere andere Referentin und
Gordons beste Helferin, eingetroffen war konnten wir anfangen. Als erstes
haben wir uns vorgestellt und dann bekamen wir eine Mappe, in der die
Tagesabläufe aufgelistet waren. Danach fingen wir mit der Zimmerverteilung
an.
Hier entstanden auch keine Probleme. Es hatten sich schon Einzelgänger
gefunden, die im Laufe der Zeit unzertrennlich wurden und uns das Gefühl
vermittelten das sie sich schon ewig kennen würde. Daher bekamen wir schnell
unsere Zimmerschlüssel und es folgte die nächste Überraschung. Jeder von uns
dachte, wir müssten zu viert und in kleinen, ungemütlichen Zimmer
übernachten. Aber nein! Diese Vorstellung bewahrheitete sich nicht!
Unsere Zimmer waren große 2-Bett-Zimmer. Jeder hatte seinen eigenen Schrank
und WC und Dusche waren getrennt. Aber weiter im Tagesablauf. Als nächstes
waren kleine Spiele und Geräteturnen in der Sporthalle geplant. Um 12:15 Uhr
freuten wir uns dann wahnsinnig auf das Mittagessen!
Nach zwei Stunden Pause ging es dann auch schon direkt weiter. Gymnastik,
Leichtathletik und alternatives Geräteturnen waren angesagt. Um 18:00 Uhr
waren wir dann so ausgehungert, das wir uns auf das Abendessen stürzten.
Danach hatten wir uns wieder in unserem schönen Raum 26 einzufinden um zu
erlernen wie man eine Übungsstunde vorbereitet. Als wir damit fertig waren,
fingen wir an, unseren Sonntag Abend zu planen. Wir mussten uns in Gruppen
zusammentun und uns Aufgaben und oder Auftritte für den nächsten Abend
ausdenken. Einmal sollten wir etwas alleine vorführen und dann etwas machen,
wo alle dran teilnehmen konnten. Nachdem wir also alle ziemlich kreativ
waren, haben wir uns auch bald in unsere Zimmer verzogen, geduscht und tief
und fest geschlummert.
Am nächsten Morgen hieß es dann mit Freude um 7:45 Uhr zum Frühsport. Etwas
grausam um diese Zeit. Meine Freundin und ich sind dann auch erst um 7:40
Uhr aufgestanden und waren dann doch etwas zu spät. Doch auch die meisten
anderen sahen nicht sehr wach aus. Bis auf Gordon natürlich, der fröhlich
vor uns hin joggte! Melanie wurde zu der Zeit noch nicht gesichtet, sie tat
sicherlich das einzig Richtige, sie lag noch im Bett. Nachdem uns Gordon
also zum Glück nur fünf Minuten durch die Gegend gescheucht hatte, kam das
Dehnen und der Rücklauf. Um 8:00 Uhr gab es dann Frühstück. Heute standen
dann noch mal alternative Gymnastik, Tanzen, Einführung ins Helfen und
Sichern, Aufwärm -und Vertrauensspiele, Aufgaben und Funktion eines GH auf
dem Tagesprogramm. Nach dem Abendessen starteten wir unser
Unterhaltungsprogramm. Was für die meisten unvergesslich bleiben wird!
Gordon als Shaggy, oder in Badeanzug und Top. Doch ich muss sagen das war
schon ein unterhaltsamer Anblick. Aber natürlich hatten die anderen Gruppen
auch noch einiges zu bieten. "Wetten das...??" wurde geboten, unserer Frau
Kutschinski und ihr Mr. Tom Cruise waren einfach genial. Auch wenn ein paar
Szenen nicht eingeplant waren, war das ganze lustig und die meisten kamen
auf ihre Kosten. Vorher gab es "Deutschland sucht den Superdepp". Wie sich
dann herausstellte hatte Gordon die besten Chancen für diesen Titel. Aber
auch alle anderen, die sangen und die Kommentare von Dieter Bohlen und
Konsorten über sich ergehen lassen mussten, waren nicht schlecht! Zudem war
das Publikum sehr ratefreudig und so waren die Titel, die die Kandidaten
sangen, bald erraten und der Superdepp, nicht nur im Singen, auch im
Stöhnen, stand fest!
Beim Klamottentausch hatte Melanie eindeutig den ersten Platz belegt, was
zeigt das sie doch wesentlich schneller in die Klamotten des anderen
Geschlechtes hineinkommt. Während Gordon bei dem Top nicht wusste wo oben
und unten war und der Badeanzug doch auch etwas knapp war. Allerdings war er
sich da wenigstens sicher, das die Beine dadurch gehören und nicht die Arme.
Ich glaube, dieser Abend endete für einige von uns nachts um halb drei auf
unserem Flur. Die anderen, die nicht so lange durchhielten hatten sich ab
zwölf Uhr verabschiedet und sich ihren Träumen hingegeben. Was
wahrscheinlich auch das Schlauste war, da es am nächsten Morgen wieder hieß:
Frühsport um 7:45 Uhr! Auch diesmal schafften wir es nicht eher aus dem
Bett, aber nun waren die meisten unpünktlich und auch Gordon sah nach dieser
Nacht nicht mehr ganz frisch aus. Als wir dann zurückkamen, war Melanie auch
aufgestanden und wir sind alle zusammen Frühstücken gegangen.
An diesem Tag lernten wir die Methodik kennen, sprachen über KGW;
KWK;JWK;TGW und TGM. Doch auch das Singen, die Bodenkür und die Reifenkür
sollten wir nicht vergessen. Ich denke, alle haben sich große Mühe gegeben,
vor allem auch beim Singen, damit es nicht ganz so schief wurde. Da wir ja
aber noch alle leben, dürfte unser "Daylight in your eyes" gar nicht mal so
schlecht gewesen sein!
Am Nachmittag ging es dann mit Gymnastik und Trampolinspringen weiter.
Zwischendurch wurden wir dann noch mal schriftlich über drei, vier Dinge
abgefragt, was aber für niemanden ein Problem darstellte.
Unsere Abschlussbesprechung war sehr positiv. Adressen wurden ausgetauscht
und eine Gesamtbilanz gezogen. Die einzigen negativen Aspekte waren, dass
die Halle so dreckig war und das es Mittags nichts zu trinken gab. Doch
diese zwei Kleinigkeiten konnten das Gesamtbild nicht trüben. Ich denke, wir
hatten unseren Spass mit unseren beiden Referenten und umgekehrt. Nachdem
wir dann unsere Gruppenhelferausweise bekommen hatten und das Gruppenfoto
gemacht war, gab es das letzte gemeinsame Abendessen, danach wurden wir nach
und nach abgeholt oder einige sind mit dem Zug gefahren. Da ich die letzte
war, hatte ich so genug Zeit um von Gordon zu erfahren, dass er auch mit uns
zufrieden war und es ihm auch Spaß gemacht hatte. Im Grunde waren wir alle
so erstaunt, dass wir uns so gut verstanden haben, denn es gab kein einziges
mal eine Streiterei und wir Mädels waren auch alles andere als zickig.
Dieser Lehrgang war uns allen eine wichtige Hilfe und wir haben viel
gelernt. Doch er war auch sehr anstrengend und ich kann mir vorstellen, dass
die meisten froh waren wieder zu Hause zu sein, um endlich ausspannen zu
können. Denn schließlich hatten ja die Ferien begonnen.......
Hanna Kuhnen
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